Safari Njema (Gute Reise)

Das übliche Verkehrsmittel, um schnell und günstig große Strecken in Tansania zurückzulegen, ist der Bus. Soweit so bekannt aus Deutschland, jedoch mit dem ein und anderen Unterschied.

Während den 19 Stunden, die wir von Dar Es Salam bis nach Mbinga unterwegs waren, gab es 3 Pausen, 7 Fahrerwechsel und unzählige Polizeikontrollen. An Bord wurden Muffins und Getränke ausgeteilt und, damit es unterwegs nicht langweilig wird, gab es Bordentertainment. Angefangen bei „Day and Knight“ über „Superman“ ging es bis hin zu allen Teilen der „Rambo“ Reihe auf voller Lautstärke. Die Sitze im Bus haben hier weniger Beinfreiheit, sodass ich mit meinen fast 1,90m halb kniete, denn sonst hätten meine Knie dort geendet, wo der Bauch des Vordermannes anfing. Das klingt zwar sehr entbehrungsreich, allerdings war es doch sehr erträglich, da durch Klimaanlage und toller Aussicht die Fahrt um einiges angenehmer und kurzweiliger wurde. Allerdings waren auch manche Sachen, die man so sieht etwas befremdlich. Immer wieder konnten wir beobachten wie am Straßenrand kleinere Buschfeuer brannten, die absichtlich gelegt wurden, um für die nächste Aussaat zu düngen, jedoch so aussehen, als ob sie bald alles niederbrennen. Außerdem feierte an diesem schönen Tag Markus, ein Mitfreiwilliger, der im Krankenhaus in Litembo arbeiten wird, seinen Geburtstag.

Wenn auch etwas unscharf, der Rauch lässt keinen im Bus besorgt aufschauen

Um 1 Uhr nachts kamen wir in Mbinga an, wo wir auch schon erwartet wurden. Von Busbahnhof ging es dann mit einem Wagen zum Bischofshaus, wo ich die ersten Wochen wohnen werde. Dabei viel mir auf, dass Mbinga größer ist, als ich dachte, denn besagte Fahrt nahm doch noch ein bisschen Zeit in Anspruch. Sehr müde errichten wir unsere Unterkunft, legten das Gepäck in die Ecke und ruhten uns aus.

Nach einer sehr erholsamen, aber kurzen Nacht, wurden wir frühs von Glockengeläut und Gesang geweckt, denn in der Nähe unserer Zimmer ist der Dom, in dem sonntags die erste Messe schon um 7 Uhr gefeiert wird. Ein paar vergebliche versuche wieder einzuschlafen später, ging es zum Frühstück und anschließend zur einer kleinen Geländeerkundungstour.

Und einiges wollte hier entdeckt werden. Angefangen beim Kindergarten, Grundschule und Berufsschule, findet sich hier noch ein Gästehaus, ein kleines Krankenhaus, eine Bäckerei und zahlreiche Obstbäume direkt auf dem Domgelände. Mal sehen, was einen die nächsten Tage und Wochen zeigen werden.

Tomaten, Kraut, Erdbeeren, Bananen, hier wächst alles
Blick auf den Kiliansdom

Fahnen auf Halbmast, wegen dem Viktoria See Unglück

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