Mbinga und mehr

Mittlerweile ist ja doch schon etwas mehr Zeit seit meinem letzten Eintrag vergangen, deshalb versuche ich mich mal wieder daran die Ereignisse der letzten Wochen zusammenzufassen.

Meine Arbeit hier an der Computer Schule ist für mich sehr ruhig angelaufen, da die Klassen, aufgrund von anstehenden Abschlussprüfungen an den Schulen, noch recht überschaubar sind. An der Schule selbtst werden dann grundlegende Kentnisse vermittelt, die man mit einen PC haben sollte. Da sich hier fast keiner mit Computern auskennt, behandelt der Unterricht am Anfang  Ein- und Ausschalten des Computern, geht dann über zu den üblichen Office Anwendungen und sogar das Neuland Internet wird hier betreten. So bin ich meistens bei einem der beiden Lehrer mit im Unterricht und helfe, oder bin sogar alleine mit den Schülern. Das wird dann zwar witzig zu versuchen die Fragen mit einen Mix aus Suaheli, Englisch und wilden Gesten zu erklären, aber klappt dafür meistens relativ gut.

Mittlerweile habe ich mich in Mbinga schon recht gut eingelebt. Zwar ist die Stadt etwas großer als in meinen Vorstellungen, aber trotzdem ist alles gut erreichbar. An meiner Wohnsituation hat sich bis jetzt noch nichts geändert, so wohne ich immer noch im großen Gebäudekomplex des Bischofshauses, allerdings steht bald der Umzug an das andere Stadtende an. Dann werde ich morgens immer durch die ganze Stadt radeln dürfen, anstatt nur 100 Meter zu laufen.

Die Regenzeit kommt in Mbinga an

An Wochenenden wird es mir auch nicht langweilig. Meistens bekomme ich Besuch von meinen Mitfreiwilligen, besuche sie, oder werde auf Ausflüge mitgenommen. Da es der Wunsch des Bischofs John C. Ndimbo ist, dass ich seine Diözese Mbinga während meines Jahres besser kennenlerne, nimmt er mich, wenn es sich einrichten lässt, zu Feierlichkeiten mit. So dufte ich ihn schon zu dem 50 jährigen Jubiläum der Gemeinde Makwai begleiten, wobei die Fahrt dorthin schon ein Abenteuer für sich war. Da er nämlich am Vortag zu einer Firmung losreisen musste, wurde für mich ein Sondertaxi aufgetrieben, das mich nachbringen sollte; mein Chaufeur war niemand geringeres als der Chef der großten Kaffefabrik von Mbinga, der zufällig einen Termin dort in der Nähe hatte. Zwar wagte ich es am Anfgang nur zögerlich mich mit ihm zu unterhalten, da ich ihn aufgrund der Straßenverhältnisse nicht ablenken wollte, allerdings sah es so aus, als ob das kein Problem sei. Als ich später in das Auto des Bischofs umstieg wurde mir auch offenbart, dass die Wege vorher noch keine Herausforderung darstellten. Das Fest selber war sehr gut besucht, überall waren gut gelaunte Menschen die sangen und tanzten.

Buntes Treiben zum Jubiläum, auch nach 5 Stunden Kirche

Auch als Klaus Veeh, mein Mentor aus Deutschland, hier zu besuch war, konnte er mich auf weiteren Reisen mitnehmen. So stehen unsere Namen nun in vielen Gästebüchern, die man hierzulande immer als erstes ausfüllen muss, wenn man irgendwo hinkommt. So habe ich sehr viele – teils sehr abgelegene – Dörfer und Orte sehen dürfen, die ich sicherlich nicht so schnell wieder erreichen werde. Da es viele Partnerschaften zwischen Schulen, Gemeiden oder Krankenhäusern gibt, haben wir vielen vorbeischauen dürfen. Überall wird viel Gebaut, Wasserleitungen verlegt, Gebäude aus den Boden gestampft, die Infrastruktur weiter ausgebaut und und und.

Ein Ziegelofen, wie man ihn überall im Land findet

Auch habe ich viel über Kaffee erfahren, von Anbau bis zur Ernte, über die Trocknung und schließlich den Export, denn hier in der Gegend von Mbinga wird eigentlich fast überall Kaffee angebaut. Jedoch bleiben nur fast 7% des angebauten Kaffees hier in Tansania, der Rest geht nach Europa und in die ganze Welt.

Exportfertiger Kaffee

In diesem Sinne, den Kaffee schmecken lassen und (hoffentlich) bis bald.

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